Unsere Parlementarier
Heute morgen wurde bereits die Klage gekippt. Nun hat das definitiv gültige Transparenzgesetz über die offenlegung der (Neben!)-Einnahmen deutscher Parlementarier auch schon die erste, offizielle Auswirkung: Auf den Seiten des deutschen Bundestages sind nun zu jedem Parlamentarier auch seine Nebeneinkünfte, welche er zusätzlich zur parlamentarischen Arbeit (immerhin bis zu ~7000 Euro Vergütung / Monat) erhält, aufgelistet. Dort sind zwar nicht die datailierten Vergütungen der einzelnen Tätigkeiten bereitgestellt, aber anhand des gestaffelten Systems kann man schon recht gut erkennen und abschätzen, was der eine oder andere Volksvertreter zusätzlich in die eigene Kasse bekommt:
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1. Stufe: 1000 bis 3500 Euro im Jahr
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2. Stufe:Â bis zu 7000 Euro im Jahr
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3. Stufe: mehr als 7000 Euro im Jahr
Rädelsführer … verzeihung, Klageführer gegen dieses Transparenzgesetz, was von unserer geschätzten Vorgängerregierung 2005 eingebracht wurde, war der Herr Merz. Wenn man sich nun mal anschaut, was Herr Merz neben seiner parlemantarischen Arbeit noch so alles leisten muss (8x Stufe 3), ist es auch ein wenig verständlich, das er ein Problem damit hatte, diese Informationen publik zu machen. Immerhin muss man sich als Wähler fragen, wo er nur all die Zeit hernimmt, zusätzlich zu seinen Nebenjobs auch noch sein Mandat auszuüben, für dessen monatlicher Vergütung so mancher seiner Wähler knappe 3 bis 4 Monate arbeiten müsste.