Imperialistischer, amerikanischer Mist
Die Amis sind nicht imperialistisch? Sie wollen nicht der Welt diktieren, wie die sich zu drehen hat? HA! Von wegen. Und es fängt schon bei den ganz kleinen an. Heute sind es Ikonenverehrungen wie Superman, Spider-Man oder SpongeBob (ich finde die toll! :P). Aber eigentlich begann alles ja wesentlich früher. In den 20ern des 20. Jahrhunderts, um genau zu sein (für die jungen Leser unter euch, damit ist die Ära 1920 bis 1930 gemeint!).
Ich habe mich letztens dank des faszinierendes Express-Aufhängers “Diebe stehlen unsere Weihnachtsbäume” (oder so ähnlich) gefragt, was unsere Vorfahren um diese Jahreszeit trieben. Solch ein ausgeprägtes Kommerzdenken gab es vor, sagen wir mal 150 bis 200 Jahren nicht. Und an einen dicken, bärtigen Kerl in roten Kostüm kann ich mich bei diversen Grippenspielen auch nicht erinnern. Was ist da also passiert. Mir war es Schnuppe, hauptsache mein Döner war fertig.
Dann aber wurde mir die gleiche Frage gestern Abend bei irgendeiner Serie nochmal auf die Nase gebunden. “Weihnachtsmann? Den gibt es doch erst seit den 1920ern!”
Das Thema hat mir seitdem untern den Nägeln gebrannt. Was ist also passiert, das die ganze Welt einem Mythos feiert und zelebriert, den es so in dieser Form noch kein volles Jahrhundert gibt.
Nun, Weihnachten ist klar. Selbst unseren Hauptschulabbrechnern ist bewusst, was das bedeutet. Geburt Jesus´, bla bla. Weihnachtsmann? Das war kein Geburtshelfer oder Amme, sondern geht auf den heiligen St. Nikolaus hinaus, dessen Namenstag eben der 6. Dezember ist. Aber selbst dieser Herr war kein dicker, vollbärtiger, rote Mäntel tragender Koloß. Stattdessen wohl eher ein ärmlicher Mann mit einem dunkelrotschimmernden Mantel, aber ohne Rentiere oder einem Sack voll Geschenken.
Das uns bekannte Dickerchen basiert auf dem streben eines standardisierten Äusseren einer Symbolfigur für Weihnachten (als wäre Big Jnicht genaug), in den 1920ern, die sich bereits seit der Mitte des 19 Jhd. dank verschiedener Geschichten (z.B. “The night before christmas”) kristalisierte.
Die New York Times schrieb damals:
„Ein standardisierter Santa Claus erscheint den New Yorker Kindern. Größe, Gewicht, Statur sind ebenso vereinheitlicht wie das rote Gewand, die Mütze und der weiße Bart“
Haddon Sundblom, ein Cartoonist aus Schweden, hat in den 1930ern für Coca Cola dann diese ultimative Figur, die wir heute kennen und verteidigen, im Rahmen einer Werbekampagne die bis in heute läuft, geschaffen.
Was lehrt uns das? Den Weihnachtsmann gibt es. Und zwar in den Räumen von Coca Cola. Und wenn mal wieder ein GI durch das Fenster oder den Kamin rutscht, legt iohm warme Milch und Plätzchen hin, denn sonst zieht er seine Rute.
Fröhliche Weihnachten euch allen ;)