2008-01-05

Start -> Einstellungen -> Profileinstellungen -> Optionen

Start -> Einstellungen -> Profileinstellungen -> Optionen -> XING darf auf meinem Profil Werbung von Werbepartnern einblenden -> ABWÄHLEN!

Das sollte der erste Anlaufpunkt für alle Premiummitglieder bei XING sein, um lästige Werbeschaltungen zu unterbinden.

“Warum sollte ich sowas machen? Xing / OpenBC ist doch ein tolles Unternehmen mit einem wahnsinnig tollen Produkt dahinter.” .. Ahjo, gerechtfertigte Frage. Wenn man es herunterbricht, machen das andere “Social Networks” nicht anders. Ganz im Gegenteil, viele Leben davon die Daten ihrer Benutzer an Werbevermakrter zu verkaufen .. nein, entschuldigt: indirekt weiterzuleiten.

Funktionell heruntergebrochen ist Xing nichts anders als stupides Netzwerkportal: eigene Profile (“wie innovativ!”), Foren (“ganz was neues, wahnsinn!”) und ein Kontaktmanagent (“coool, das nutz ich jetzt nur noch”). Funktionell gesehen ein Kleinkind im Vergleich zu Portalen wie Facebook. Aber dessen Weg, ab in die Spielzeugkiste, will Xing ja nicht gehen, oder? Auch egal. Was an Xing ganz nett war, ist, das es kostenlos war.

“War?” Jau, war. Zumindest für die meisten. Bisher musste man nichts für seinen Standard-Account zahlen. Wollte man es mehr, legt man ca. 70,- / Jahr hin und darf noch mehr Datenmüll innerhalb des Netzwerks produzieren. Oder eben, wie die meisten, einfach 70,-/Jahr rausschmeissen und weiterleben wie bisher.

Taktisch kann man das mit Fitnessclubs vergleichen.

Wieso nun “War”? Tjor, seit Anfang 2008 nutzt Xing nun all seine Nutzerdaten, um geziehlt Werbung für Nicht-Premium-Mitglieder einzublenden. Wobei das zielen wohl noch etwas geübt werden muss. So will man wohl zwangsläufig weiter Kapital für die sicherlich in ärmlichen Verhältnissen schmachtenden Xing-Oberen erschliessen. Tja, was so eine Umwandlung in eine AG doch alles mit sich bringt. Ich sag nur: RENDITE, RENDITE, RENDITE!

Vielleicht wirkt das jetzt so, aber grundsätzlich hab ich nichts gegen Werbung. Ganz im Gegenteil. Werbung scheint wohl das aktuelle “Gold Rush” im Web zu sein. Das ärgerliche ist jedoch, das jeder Hans Wurst versucht, mit nutzlosen Portalen und entsprechenden unkreativen Werbeschaltungen sofort ein vergoldetes Würtschen zu erhalten.

Ok, ich zähl mich auch zu den Würsten.

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