vom pflegen und begehren von Dingen
Beim schruppen und putzen eben in der Tiefgarage ging mir ein Gedanke nicht aus dem Kopf. Mir ist klar geworden, das ich viele Sachen in meinem Leben gleich behandel: meine Wohnung, mein Motorrad, meinen Körper und meine Freundinnen.
Alles läuft nach Schema F ab. Mit Glück erlang ich sie. Ich freue mich. Ich gewöhne mich an die Situation und höre auf, stetig an diesem Gefühl zu arbeiten, weil ich es eben gewohnt bin wie es ist. Und ich merke nicht, wie schnell es mir entgleitet.
Meine letzte Wohnung war, als ich auszog, ein Misthaufen. Ok, sie war schon zuvor ein Loch, aber zumindest ein ordentliches. Mit Misthaufen mein ich weniger die Sauberkeit. Sondern mehr der grundsätzliche Saustall. Alles war eng und zugestellt. und wirkte irgendwie langsam wie die Höhle eines Messis.
Und die Frauen sind sowieso wieder schneller von der Bettkante gerutscht als ich Bettwäsche wechseln kann.
Aber wie komm ich überhaupt darauf. Nun, nach knapp einem Jahr habe ich meine süsse, dicke, 160-kilo Schlampe geputzt. Sie wird nie wieder so glänzen wie einst, als ich sie erstand. Aber sie ist wieder sauber und von Blütendreck befreit.
YIIIHHAAA!
;)