2008-03-08

Arschkalt, aber sonnig

Ich geb es zu, mein Orientierungssinn auf unbekannten Strecken ist nicht immer der beste. Allen vorran wenn dieser von einer leicht gebeutelten Blase und etwas Hunger beeinflusst wird. Aber was soll’s, hauptsache Mann hat Spass. Und der hatte ihn, fast.

Erkenntnis Nummero 1 von heute: jegliche direkte Landstraße zwischen Köln und Bonn meiden. Das macht einfach keinen Spass. Letzte Woche bin ich linksrheinisch von Köln nach Bonn gefahren. Quer durch Wesseling, irgendeiner Chemiebombe und einer handvoll Kackdörfer. Es gab wenig sehenswerte Landschaften, und überhaupt bescheidene Fahrstrecken. Ich dachte dann, mieser geht es nicht. Bis heute.

Heute sollte es eigentlich von Köln über Bann nach Bad Breisig, das Rasthaus B9 abchecken, dann Richtung Ahrweiler und über das Hinterland wieder zurück. Nunja, ich bin jedenfalls nur bis Bad Honnef gekommen. danach hatte ich die Schnauze voll.

Zwischen Köln und Bonn-Beuel hatte ich ständig das Gefühl, ich wäre noch in der Stadt: Ampeln, Stau, Stop-and-go, Lahmarsch- und Sonntagsfahrer. Aber das wurde noch ebsser als ich dann zwischen Beuel und Königswinter unterwegs war. Noch mehr Ampeln, noch mehr Sonntagsfahrer und so nen Mist.

Egal, Mann hält durch. Bis Mann nichtmehr wusste wo lang. Die erhoffte Brücke war auch nicht in Sicht. Also ging es wieder zurück. Leicht modifiziert, aber trotzdem nicht der gewünschte Rückweg.

Erkenntnis Nummero 2: nicht überall wo dr Rhein überquert werden kann, ist eine Brücke. Das hab ich dann, als ich wieder zurück war, und mir die Karte genauer ansah, auch bemerkt. Das war keine Brücke, das war eine Fähre.

Hätte ich also trotz dieser wiedrigen Umstände geschafft, Bad Breisig zu erreichen, hätte ich mir trotzdem in’s Bein beissen dürfen.

Egal, nächste Woche geht es weiter =).

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