it basics
Ich in ja mal wieder ernsthaft dabei zu überlegen, ob ich nicht anfangen sollte, ein Studium zu beginnen. Warum? Weil ich manchmal denke an die Grenzen des machbaren mit meinen eigenen Gedankengängen zu sein.
Ein Kumpel behämmert mich seit Monaten mit einem Grundproblem in unserem Business: die fehlende Veständnis für Basics. Basics wie das verstehen, wie etwas funktioniert anstatt nur zu wissen, was es bewirkt. Das sind in der Tat 2 unterschiedliche Betrachtungsweisen. Und da nehm ich mich nicht aus.
In der Art und Weise wie ich in die Branche gestolpert bin (Grundausbildung -> Fachausbildung -> Job) ist der komplette theoretische Aspekt verloren gegangen. Was Berufsschulen und Ausbilder versucht haben zu vermitteln, ist größtenteils direkt verpufft. Und was übrig bleibt sind Facharbeiter die zwar wissen was sie machen, aber nicht immer wie sie es machen. Und gerade dieses fehlende Wissen über das “wie” wird sie an der eigenen, persönlichen Weiterentwicklung hintern. Behaupte ich mal. Sie werden, und da nehm ich mich nicht aus, ihre eigenen Fähigkeiten bis zu einer vorhersehbaren Grenze ausschöpfen und dann stagnieren.
Ok, nochmal zurück zum Thema Basics. Wie gesagt, werd ich seit einige Zeit mit diesem Oberbegriff behämmert. Und es ist richtig, sie fehlen mir. Bzw. es fehlen mir die großen Teile im Puzzle. Die vielen kleinen, unorganisierten, jene Teiel die mitten im Bild plaziert werden, sind da. Man kann sie auch verknüpfen. Aber die wichtigsten, die Ränder, die fehlen immernoch.
Also bearbeite ich seit ein paar Wochen, und abwechselnd, zwei Bände aus der “Head First”-Reihe: Design Patterns und Object-Oriented Analysis and Design. Ein guter Anfang über die fehlenden Ränder im Puzzle zu befüllen. Aber es sind nur wenige Puzzlestücke.
Aber in den letzten zwei Tagen, als ich zur Abwechslung meine Nase in “Collective Intelligence” steckte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen, das auch das auch das Wissen rund um Application-Designs nur ein kleiner Teil dieser “Basics” ist. Der wichtigere Teil geht tiefer, und ist viel viel aufwendiger: Mathematik.
Von den vielen wunderbaren Einsatzmöglichkeiten verschiedenster Formeln mal abgesehen, fördert das regelmässige Studium mathematischer Formeln und Kalkulation das logische Denkvermögen. Und stimuliert damit erst unsere Leistung.
Und da ist auch schon der Witz. Seit meiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung habe ich kein Mathe mehr gepaukt. Die (schulische) Ausbildung fand das wohl nicht vonnöten.